Regen wie in Deutschland …

Wir schauen aus dem Fenster und was müssen wir sehen – Regen. Das gibt es doch nicht – so haben wir das nicht bestellt. Und das an unserem ersten Urlaubstag in Marokko. Aber es hilft ja nichts. Wird schon wieder aufhören. Lass uns mal nach Tétouan fahren.

Übernachtungsplatz am Strand von Smir unweit von Tétouan
Übernachtungsplatz am Strand von Smir unweit von Tétouan

Tétouan | Unsere erste marokkanische Stadt

An der nächsten Bank auf dem Weg halten wir an – wir brauchen marokkanisches Geld, Dirham. 300 Euro wollen wir für den Anfang umtauschen aber selbst für diese bescheidene Summe muss die nette Dame hinter dem Schalter hinunter in den Tresorraum um das Äquivalent in Dirham zu holen. Das sind immerhin 3.281,60 MAD (Stand Mai 2017). Und für das Kleingeld wurde der Türsteher noch in die Kneipe nebenan zum Wechseln geschickt.

Es geht direkt hinein in das Herz von Tétouan. Am Rande der Medina finden wir einen Parkplatz. Das ist ja das Gute, mit unserem kleinen Bulli kommen wir überall hinein. Man muss keine Bedenken haben, dass man in einer schmalen Gasse stecken bleibt.

Frisches Geflügel im Souk von Tétouan
Frisches Geflügel im Souk von Tétouan

Wir machen einen kleinen Rundgang durch den Souk von Tétouan – aber so richtig Spaß will nicht aufkommen, denn es nieselt immer noch. Also doch lieber in ein Café und ein verspätetes Frühstück einnehmen. Ein schöner Platz um die Menschen zu beobachten. Und dann fahren wir weiter nach Chefchaouen.

Ein Krabbenkutter auf Rädern

Hinauf geht es in die Berge – ins Rifgebirge. Holprig werden die Straßen. Als wir an einer Schule vorbeikommen ist die Straße plötzlich mit Schulkindern voll. Und vor uns fährt ein LKW. Plötzlich ist die Straße nass und mit merkwürdigem Zeugs übersät. Ich kann nicht ausweichen wegen der Schulkinder. Und dann erkennen wir es – der LKW verliert Ladung – die hintere Bordwand ist einen Spalt geöffnet und ein Strom von Krabben quilt aus der Ladefläche. Wir müssen hinter dem LKW bleiben und sehen zu wie immer mehr Krabben auf die Straße purzeln. Seit diesem kurzen Moment stinkt unser Bulli wie ein Krabbenkutter. Gut für Harald – ein vertrauter Geruch der an Greetsiel erinnert – und wenn sie niedlich und frisch auf dem Tisch liegen auch angenehm zu riechen. Nur nicht hier in der Wärme.

Imposant zu beobachten, wie die Wolken über die Berge des Rifgebirges hinunterstürzen
Imposant zu beobachten, wie die Wolken über die Berge des Rifgebirges hinunterstürzen
Vorbei an bunten Blumenwiesen geht unsere Fahrt
Vorbei an bunten Blumenwiesen geht unsere Fahrt

Die Route

     

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