Es ist noch ein ganzes Stückchen auf der Karte zu sehen, bis man ganz im Süden von Albanien angelangt ist. Das wollen wir auf jeden Fall noch erkunden. Wir packen wieder alles ein und fahren weiter.

Unterwegs kommen wir an den U-Boot Garagen vorbei. Hier ist zu kommunistischer Zeit ein U-Boothafen entstanden. Mit Hilfe der Chinesen begann man dieses Großprojekt. Ein Tunnel mit 650 Metern Länge und 12 Metern Höhe sollte die Boote beherbergen. Als China aus dem Projekt ausstieg, musste Albanien das Projekt alleine stemmen, was ein gewaltiger finanzieller Kraftakt für das Land bedeutete. Von der Sowjetunion eignete sich Enver Hoxha vier von zwölf dort stationierten U-Booten einfach an, als die Russen nach dem Bruch mit Albanien dort ihre Militärbasis aufgeben mussten.

Lange Röhren im Felsen sollten Garagen für U-boote sein.


Die Straße führt uns an der Küste entlang bis nach Ksamil. Ein Badeort im Winterschlaf. Der erste von uns angefahrene Campingplatz enttäuscht uns. Ein Haus und ringsherum Schotter, Gerümpel und Holz für den offensichtlich als streng erwarteten Winter. Es ist staubig und wenig einladend – die Frau Wirtin hingegen ist sehr freundlich. Wir beschließen trotzdem was anderes zu suchen. Richtung „Beach“ werden wir bei „Sunset“ fündig. Es ist auch nicht so wirklich schön, aber zumindest sieht und hört man das Meer, was uns versöhnt.

Sunset auf dem Platz Sunset …

Der Strand ist steinig und eine „Badeanlage“ mit Sonnenterrassen lädt trotz allem zum Sonnen ein. Haben wir uns vor wenigen Tagen noch Gedanken über Winterreifen und Schneeketten gemacht, bewegt uns jetzt die Frage, welchen Sonnenschutzfaktor wir auftragen sollen.

Obwohl schon die meisten Lokale im Winterschlaf sind, finden wir etwas in unmittelbarer Nähe zu Essen und speisen köstliche Meeresgetiere. Satt und zufrieden finden wir unter Meeresrauschen den Schlaf.

Sonnenschirme im Winterlager

Direkt gegenüber kann man Korfu im Dunst erkennen. Es ist die engste Stelle zwischen Albanien und Griechenland. Nur 2050 mtr. liegen zwischen diesen beiden Staaten. Heute sicherlich kein Problem mehr – früher, als eine Ausreise aus Albanien nicht möglich war, waren diese 2 km wahrscheinlich der Weg zum Paradies.

Süden von Albanien
Korfu in greifbarer Nähe

Die Route

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