Boing, rumpel, ach Mensch, sch…

Merkwürdige Geräusche und leise, manchmal auch lautes Fluchen konnte man in unserem Bulli in der letzten Zeit des Öfteren hören.

„Wollen wir nicht lieber unten schlafen? Willst du wirklich das Dach aufklappen?“
„Boah schon wieder das Bett wegräumen …“

Ja all das musste unser kleiner Bulli hören. Konnte es sein, dass es für neue „Ufer“ Zeit wurde?

Es ist 2020 – Schweren Herzens haben wir uns von unserem Schiff am Chiemsee getrennt und es in gute andere Hände abgegeben. Jetzt wäre auch Zeit in den „Sommer/Segelmonaten“ zu verreisen. Für den Kauf der Sunbeam 26 war damals das Argument: „Ich will Stehhöhe wenn ich dir einen Kaffee koche …“ ausschlaggebend.

„Wenn man im Bulli das Dach ausstellt, dann hat man auch Stehhöhe.“
„Aber sonst eben nicht! Und wenn man weiterfahren möchte, macht es schon Sinn die Sitzbank auch wieder einzuklappen, sonst kann man sich ja gar nicht mehr rühren.“

„Aber er ist doch so wendig. Ich komme überall hin.“
„Und in Südfrankreich bist du in kein einziges Parkhaus gekommen. Denke an die Parkhausgeschichte, wo alle zurückfahren mussten. Nicht mal auf einen Parkplatz konntest du fahren, da wäre es auch egal gewesen wenn du ein bisschen größeres Womo gehabt hättest.“

„Aber er hat Allrad.“
„Ja und – das einzige Mal wo wir ihn gebraucht hätten, das war in Marokko und da hätten wir auch kein Glück gehabt. Das macht man dort lieber mit Begleitung in einem Jeep.“

„Ach Manno – und was nun?“
„Lass uns doch mal schauen, ob wir was finden, was ein bisschen größer ist, wendig und keine nächtliche Kletterei notwendig ist.“

„Also gut – wir können ja mal gucken …“

Gesagt getan.
Internetseiten gewälzt, pdfs runtergeladen, Händler kontaktiert, hingefahren, ausgesucht, bestellt!

Lieferzeit ca. 12 Monate … „Was? Nein! Unter diesen Umständen behalten wir den Bulli.“

Ich erinnere mich, dass jede Autofirma, egal welche Marke immer Autos auf Verdacht bestellt, bzw. bestellen muss. Ich rege das mal im Gespräch an. Und – siehe da – ja da gäbe es schon ein Modell, das könnte man sogar noch nachträglich konfigurieren …

„Und wie sieht es mit der Lieferzeit aus?“

„mhm ja ähm …“
Harald meint: „Ich habe im April Geburtstag und da möchte ich gerne das neue Wohnmobil auf dem Hof stehen haben. Können Sie das machen? Sonst gehen wir jetzt wieder.“

„mhm ja ähm  … ich muss da telefonieren … und mal klären und mal fragen und überhaupt …“

Na bitte geht doch!

Also das neue Womo ist bestellt und nun muss der liebe kleine Bulli seinen Besitzer wechseln. Ich gebe im internet ein paar Anzeigen auf und binnen weniger Stunden hat unser Bulli ein neues Frauchen. Wir vereinbaren einen Übergabetermin in Nürnberg – halbe Strecke – und dann gehen wir mal wieder neue Wege.

April 2021

Heute ist Haralds Geburtstag und wir fahren mit dem Auto nach Bad Endorf. Dort steigen wir in den Zug und fahren nach …??

Genau, heute holen wir das neue Womo ab. Die Nummernschilder hat sich Harald schon unter den Arm geklemmt und auch alles andere hat er akribisch vorbereitet und dabei. Also so ein bisschen aufregend ist das ganze schon. Und alles noch in Coronazeit, mit Maske und dem ganzen Gedöns.

Wir freuen uns so. Und da steht es dann auch schon. Wir werden eingewiesen – immer eine ganz grauenvolle Aktion, weil man glaubt alles zu verstehen und doch nichts verstanden hat. Tausend Fragen hat man und alle werden bereitwillig erklärt, notfalls auch noch ein zweites und drittes Mal. Wir nicken – schließlich haben wir alles verstanden.

Und dann fahren wir nach Hause. Verstanden haben wir nichts, aber das Auto fährt, wie eben ein Auto fährt. Ich denke, es geht jedem so, der das erste Mal mit seinem niegelnagelneuen Auto nach Hause fährt. Bei der Gelegenheit erinnere ich mich gerne, als ich in Bremen mal mein neues Auto abgeholt hatte und auf dem Heimweg im Display immer eine 6! aufleuchtete. Ich war so überfordert mit all den neuen Knöpfen und Meldungen, dass ich das schon mal erst nach 20 km entdeckt hatte. Es schwirrte die Frage in meinem Kopf, was die mir wohl mit der 6 sagen wollen?? Nicht was ihr denkt … Bei der Einweisung hatte keiner gesagt, dass im Gegensatz zum Vorgängermodell dieser Wagen 6 Gänge hat.

Wir sind jedenfalls tatsächlich mit 6 Gängen gut zu Hause angekommen.

Herzlich willkommen …

Wir haben das neue Womo eingerichtet und ein bisschen fehlte es noch an der persönlichen Beziehung. Wie das halt so ist mit neuen Sachen.

Unser erster Probe Ausflug ging dann mal so was von in die Hose, dass ich gar nicht darüber berichten mag. Später vielleicht mal …

Feel Free …

Ich habe aber dann doch noch eine erfolgreiche Probenacht bei uns in der Einfahrt vor der Haustüre im neuen Womo verbracht und dann haben wir uns getraut zu unserer ersten Reise in den Süden aufzubrechen. Das erste Ziel war Italien – Toskana – Umbrien – Maremma und vor allen Dingen Casteluccio. Wir waren so aufgeregt, nach Corona endlich wieder vor die Türe zu kommen und dann noch in dem neuen Teil – dass ich gar nicht so richtig schreiben konnte. Ihr werdet es mir verzeihen.

Nun ist das neue Womo doch schon ein Jahr alt, es hat noch immer keine Beschriftung (Schande über mein Haupt) aber wir sind wieder unterwegs.

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